Wer ist Maria Saso?

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Wie stellt man sich am besten vor? Ich glaube, wir alle sind es gewohnt gewisse Eckdaten zu Beginn aufzuzählen…so haben wir es doch in der Schule, an der Uni, in der Berufswelt und im Privatleben kennengelernt.

 

„Hallo, ich heiße ___________, bin __ Jahre alt, komme aus _______, arbeite als __________ und habe folgenden Beziehungsstatus ____.“ Gegebenenfalls zählt man noch Kinder, Haustiere und gewisse materielle Dinge (Eigenheim, Auto etc.) auf.

 

Das kommt euch doch bestimmt bekannt vor. Was wäre, wenn ich euch diese Eckdaten vorenthalte? Wäre es trotzdem möglich mich ohne diese Eckdaten kennenzulernen, mich einschätzen bzw. einsortieren zu können? Müssen wir eigentlich einsortieren?

Fragen über Fragen. Ihr möchtet doch nur wissen, wer hinter diesem  Blog steckt und müsst euch jetzt so einen komischen Text durchlesen. Aber genauso bin ICH. Ich stelle gerne mal Fragen, die vielleicht etwas untypisch sind. Gewisse Themen bringen mich dazu intensiver über Selbstverständlichkeiten nachzudenken. Für die Meisten von uns ist es doch selbstverständlich mit diesen Eckdaten auf die Frage „Und wer bist du?“ zu antworten. Oder sehe ich das falsch? Also ich mache das ganz automatisch so. Neulich erst wieder habe ich genau diese Eckdaten genutzt um meinen Gegenüber ein Bild von mir zu verschaffen. Aber erreichen wir denn damit unser Ziel? Ich glaube nicht, im Gegenteil…oft erreichen wir mit diesen Daten, dass wir in eine Schublade gesteckt werden und der/die Gegenüber somit meint genau zu wissen, wie wir ticken.

Nehmen wir mal ein konkretes Beispiel. Ich bin Mama. Das sagt doch schon wahnsinnig viel aus. Natürlich bedeutet dies rein faktisch, dass ich 1+ Kind habe. Aber was genau passiert nach dieser faktischen Einsortierung? Ich versuche euch mal ein Szenario aufzuzeigen, dass sich leider oft (aber nicht immer) abspielt. Mein/e Gegenüber hat mich nun als Mama einsortiert und versucht gewisse Dinge zu fragen um mich „näher kennenlernen“ zu können.

 

Frage 1: „Ach du hast eine Tochter, die 8 Monate alt ist. Dann gehst du wohl ja noch nicht arbeiten oder?“
Frage 2: „Aber du kannst doch nicht so lange Elternzeit nehmen, du möchtest doch nicht den Anschluss verpassen…oder?“
Frage 3: „Ach du möchtest weitere Kinder haben? Möchtest du nie Karriere machen?“

 

Ich glaube, wenn ihr euch ganz genau die Fragen anschaut, merkt ihr worauf das hinausläuft oder? In diesen Fragen erkennt man die vorgefertigte Meinung, die sich mein/e Gegenüber durch gewisse Eckdaten gebildet hat. Ich hätte natürlich auch andere Fragen wählen können, aber das war so eines der letzten Kennenlerngespräche gewesen, an das ich mich noch gut erinnern kann.

Da ich euch aber zu Beginn nicht mit einer Biografie in buchlänge erschlagen möchte, werde ich euch dennoch diese Eckdaten geben, bitte euch aber gleichzeitig dies nicht einzukategorisieren.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt warum ich diese Predigt gehalten habe und nun doch die Eckdaten rausgebe!? Weil sie wichtig sind. Sie gehören ebenso zu mir, wie gewisse Adjektive, die manchmal mein Verhalten sehr gut in Worte fassen. Dennoch war es mir wichtig vorab zu sagen, dass sie nicht alles aussagen. Sie sind ein Teil von mir, wie noch gaaaaaaaaanz viele andere Daten, Erlebnisse etc.

Nun, wer bin ich?

Hallo, ich heiße Maria, bin 31 Jahre alt, komme aus der Nähe von Kassel, arbeite als Vollzeitmama und habe folgenden Beziehungsstatus: verheiratet. Ich habe eine wunderbare kleine Tochter, Valentina und keine Haustiere.

Da mir materielle Dinge nicht so wichtig sind und meiner Meinung nach nur dann erwähnt werden müssen, wenn es in den Beitrag reinpasst, lasse ich diesen Punkt ganz weg. Dennoch ist es aber auch vollkommen in Ordnung, wenn jemand diese Daten auch als wichtig betrachtet. Es gibt ja zum Glück viele unterschiedliche Meinungen auf dieser Welt. Es lebe die Vielfalt!

Vielleicht hast du mich jetzt schon einkategorisiert und weißt jetzt ganz genau, wie ich ticke… bedenke nur, Überraschungen stecken nicht nur in einem Ü-Ei.

Ich danke euch fürs Lesen und hoffe euch bald wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Eure Maria Saso

 

Beitragsbildnachweis ©  Zackaria Bergadi

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