Mein Abnehmweg – wie alles begann

MariaSaso_8585

Wie der Titel schon so einiges verrät geht es um das leidige Thema abnehmen. Die wenigsten Menschen haben das Glück sich wenig oder gar nicht mit dem Thema Gewicht auseinandersetzen zu müssen. Ganz bewusst sage ich Gewicht und nicht das Thema Abnehmen, da ich schon einige Menschen kennengelernt habe, die Probleme haben an Gewicht zuzulegen. Meine Schwägerin oder ein früherer Arbeitskollege zum Beispiel, die müssen einiges dafür tun, damit etwas hängen bleibt. Nichts desto trotz geht es in meinem Fall ums Abnehmen.

Ich habe in der Schwangerschaft sage und schreibe 30 kg zugenommen. Anfangs kam es sehr schleichend und in gewöhnlichem Tempo, aber im letzten Drittel habe ich richtig extrem zugelegt. Ich habe mich in der Schwangerschaft immer viel bewegt, war täglich spazieren, habe mich auch sehr ausgewogen ernährt, ABER ich habe sehr viel zwischendurch  und ziemlich große Portionen gegessen. Zudem war ich auch früh Zuhause und hatte sehr viel Langeweile, also habe ich ständig etwas Neues und Tolles gebacken und gekocht. Das musste ja auch alles verzehrt werden. Somit könnt ihr euch ja denken, wie das zustande kam.

Natürlich möchte ich euch die Zahlen, Daten, Fakten nicht vorenthalten. Mein Abnehmweg begann streng betrachtet eigentlich schon 2016. Im April 2016 haben mein Mann und ich standesamtlich geheiratet, die kirchliche Hochzeit fand dann im September 2016 statt. Nach der standesamtlichen Hochzeit habe ich die Fotos der Gäste betrachtet und einen Schock bekommen. Mein Höchstgewicht von 75kg (auf eine Größe von 171 cm) hatte ich erreicht. Damit meine ich nicht, dass ich super schlimm aussah oder viel zu dick war, aber da ich so ein Gewicht vorher nie hatte und mich demnach nicht so kannte, war ich schon sehr unglücklich.

Normalerweise wog ich immer zwischen 63-65 kg, das ist rückblickend betrachtet auch mein totales Wohlfühlgewicht, aber ihr wisst ja wie das ist. Man trifft seine Liebe, man zieht zusammen und dann kommt die Gemütlichkeitsphase. Ja, wir alle kennen sie oder? Abends kuschelt man schön auf der Couch, die Tüte Chips rechts und die Schoki links. Am Wochenende geht man gerne auch mal lecker essen und ganz plötzlich hat man die ersten Kilos aus Liebe drauf. Das folgende Bild zeigt euch mein Wohlfühlgewicht (Bild von 2013):

Unsere standesamtliche Hochzeit im April hatte mir den ersten Denkanstoß verpasst. 75kg zeigte mir die Waage an. WAS? Fast 10 kg mehr als ich es gewohnt war. Etwas muss getan werden. Ich fing mit Lowcarb an. Ich nahm 5 kg bis September zur Hochzeit ab und war eigentlich ganz zufrieden, bis auf die Tatsache, dass ich echt leiden musste, da ich Kohlenhydrate liebe. Im Oktober 2016 wurde ich dann schwanger. Zu Beginn der Schwangerschaft habe ich laut meinem Mutterpass 73 kg gewogen. Das war schon einmal der Beginn des Jojo-Effekts von meiner Diät zuvor. Zum Schluss der Schwangerschaft wog ich mit Sicherheit ca 100kg. Ich habe mich nicht mehr gewogen, da ich Angst davor hatte, dass das Gewicht nicht mehr zweistellig sein könnte.

Auf jeden Fall habe ich nach der Entbindung 94 kg gewogen. Leider habe ich durch das Stillen an sich nicht ganz so schnell abgenommen, wie ich es mir erhofft habe. Ich wog einige Zeit 89 kg, ohne dass sich etwas bewegt hatte. Ich musste etwas ändern! Ich fing an fast jeden Tag mit meiner Tochter spazieren zu gehen und zwar mit der Trage. Zusätzlich habe ich das Naschen weggelassen. Das hat meinen Stoffwechsel ein wenig angeregt, aber dann kam im November wieder ein Stillstand bei 84 kg. Dieses Gewicht hatte ich dann auch zu Beginn 2018. Mein Stoffwechsel hat wirklich pausiert. Im Dezember 2017 habe ich mich bei Mrs.Sporty angemeldet und angefangen zwei Mal die Woche jeweils eine halbe Stunde Zirkeltraining zu machen. Seit Januar 2018 nehme ich auch an dem Ernährungsprogramm von Mrs. Sporty teil und wiege mittlerweile 75 kg. Das ist das Gewicht, das ich zur standesamtlichen Hochzeit im April 2016 hatte. Also so habe ich mich schon einmal im Spiegel gesehen, so kenne ich mich schon.

Ja das ist jetzt dann doch ganz schön schnell gegangen, aber ich muss dazu sagen, dass ich trotz des Sports weiterhin jeden Tag spazieren gegangen bin. Ich esse zwar leicht im Defizit, aber esse trotzdem sehr ausreichend, da ich für meinen Sport ja auch Leistung bringen muss. Das faszinierende daran ist, dass ich auch noch Muskeln dabei aufbaue. Jetzt denkt ihr vielleicht, dass das doch total normal ist, aber ich habe immer ein anderes Verständnis von abnehmen gehabt. Ich dachte immer, dass man hungern oder jeden Tag Sport machen müsse, sonst würde man nicht an Gewicht verlieren. Ich habe früher schon so die eine oder andere Diät gemacht um mal 2-3 kg loszuwerden. Heute weiß ich es besser. Heute weiß ich, dass ich 2-3 kg super leicht mit mehr Aktivität oder mehr Gemüse gesund abnehmen kann, damals wusste ich das noch nicht.

In einem gesonderten Beitrag möchte ich euch meine bisherigen Ergebnisse detaillierter mit Fettanteilen und anderen Daten aufzeigen. Ebenso möchte ich euch gesondert etwas mehr über meine Ernährung und meinen Erfahrungen mit Mrs. Sporty erzählen. Auf jeden Fall habe ich mein Ziel noch nicht erreicht. Mein Ziel ist es mich wohl zu fühlen und mehr Muskeln aufzubauen. Das bedeutet zwar auch im Umkehrschluss mehr Gewicht, aber ihr wisst ja, lieber komprimierte Muskelmasse, als voluminöse unförmige Fettmasse. Also kann ich mein Ziel nicht so wirklich anhand eines Gewichts definieren, aber die 70 kg möchte ich unterbieten, so viel steht fest. Man sagt ja immer, dass die letzten Kilos zum Ziel die schwierigsten sein sollen. Ich bin gespannt und werde euch über Instagram immer auf dem Laufenden halten.

Eines möchte ich euch aber noch sagen. Das Gewicht ist nicht alles. Jeder Mensch fühlt sich mit einem anderen Gewicht wohl. Jeder Mensch ist anders gebaut und hat einen anderen Alltag. Wichtig ist, dass ihr euch selbst liebt. Ich kann es vollkommen verstehen, wenn Frauen nach der Schwangerschaft ihren Körper lieben können, ich beneide das sogar, denn ich kann es in dem aktuellen Zustand noch nicht so wirklich. Ich kann aber auch alle anderen Frauen verstehen, die ihren Körper nach der Schwangerschaft nicht leiden mögen. Wichtig ist nur, dass ihr ehrlich zu euch seid und falls euch etwas wirklich stört, müsst ihr das Problem angehen. Entweder ihr versucht euch so lieben zu lernen oder ihr versucht etwas zu ändern. Ich habe mich für ein gesundes ändern entschieden und bin sehr zufrieden damit.

 

Ich danke euch fürs Lesen und hoffe euch bald wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Eure Maria Saso

 

Beitragsbildnachweis ©  Zackaria Bergadi

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