Endlich ist es soweit – wir erwarten ein Kind!

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Nun ist die Schwangerschaft schon etwas her, dennoch würde ich sehr gerne etwas darüber in mehreren Teilen erzählen. Hierbei bietet sich das natürlich an in Schwangerschaftstrimestern und zu bestimmten Themen zu berichten. Somit geht es in diesem Beitrag um den Beginn der Schwangerschaft. Wie habe ich von der Schwangerschaft erfahren? War das alles so geplant? Wie habe ich diese Nachricht an Familie und Freunde übermittelt? Wie habe ich mich selbst gefühlt und was sagte mein Mann?

Vorab muss ich erwähnen, dass Sven und ich einen wahnsinnig großen Kinderwunsch hatten und wir nur noch unsere Hochzeit abgewartet haben, um dann das Thema Kind anzugehen. Nach unserem tollen „Flitterwochenende“ habe ich einige Tage später so ein mulmiges Gefühl gehabt. Mir war an einem Tag leicht übel und das ist für mich eher ungewöhnlich und ich wusste sofort, dass ich schwanger bin.

Das klingt jetzt heftig, aber ja ich hatte schon das Gefühl, dass da was ist. Ich habe dann einen Test gemacht und der war natürlich negativ. Ich habe Sven davon erzählt und natürlich waren wir beide sehr enttäuscht, aber irgendwie hat sich das anders angefühlt. Ich habe nicht aufgegeben und ein paar Tage später wieder einen Test gemacht, ich hatte keinen Frühtest, sondern nur diese normalen Streifen, die können erst ab einer gewissen Zeit eine Schwangerschaft nachweisen. Dieser Test zeigte mir dann plötzlich schwanger an. Ich weiß noch, wie Sven meinte, dass ich mich nicht stressen solle und er würde doch wieder negativ ausfallen, aber mein Gefühl hat mich nicht getäuscht, es war geschehen. Wir erwarten ein Kind.

Natürlich möchte Frau sich das erst einmal von der Gynäkologin bestätigen lassen, bevor die Freude richtig ausbrechen kann. Also erstmal dorthin dackeln und die Erlaubnis abholen sich freuen zu dürfen. Ich war gerade mal in der 6. SSW und es war noch fast nix zu sehen, aber sie konnte mir die Schwangerschaft bestätigen. Ich rief natürlich sofort meinen Mann an und habe diese frohe Botschaft verkündet. Ab jetzt dürfen wir uns vorsichtig offiziell freuen. Warum vorsichtig? Die meisten von euch wissen ja, dass der natürliche Schwangerschaftsabbruch in den ersten 12 Wochen keine Seltenheit ist und wir aufgrund dessen natürlich auch etwas Angst hatten. Deshalb hatten wir uns dafür entschieden unseren Familien erstmal noch nichts zu erzählen.

Meiner besten Freundin Leni musste ich es aber vorher sagen. Ich habe es an der Uni kurz vor einer Vorlesung schnell rausgehauen, ich wusste nicht so wirklich, wie sie es auffassen würde. Es war zwar absehbar, sie kennt mich ja super gut, aber dennoch war etwas Angst dabei, dass sie es vielleicht nicht so gut finden oder sich von mir distanzieren würde. Das Gegenteil ist natürlich passiert, sie hat sich riesig gefreut. Es tat soooooo gut ihr davon zu erzählen, denn der Familie wollten wir es ja erst nach der 12. SSW erzählen und das natürlich persönlich.

An Nikolaus haben wir seine Familie zu uns zum Essen eingeladen. Sven hatte sich ganz genau überlegt, wie er es seiner Familie sagen möchte. Wir hatten das erste Ultraschallbild in Greifnähe, sodass wir dann natürlich sofort zeigen können, was uns alle erwartet. Wir saßen beisammen und Sven fing an zu erzählen. Er müsse etwas verkünden, ein Traum wird endlich wahr, er zückte das Bild und zeigte es der werdenden Oma, die SOFORT anfing zu weinen. Die Freude war einfach so groß, dass die Emotionen freien Lauf hatten. Seine Eltern haben sich so lange gewünscht endlich Oma und Opa zu werden, die Vorfreude war riesig. Auch meine Schwägerin strahle über beide Ohren, endlich Tante sein! Natürlich die coolste Rolle von allen in der Familie.

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Mit meiner Familie mussten wir etwas warten. Da sie ja in Frankfurt wohnt und wir 200 km weit entfernt, ist es nicht so einfach mal kurz für einen Kaffee alle zusammenzutrommeln und in Ruhe etwas zu verkünden. Somit haben wir Weihnachten abgewartet. An Heiligabend sind wir bislang immer bei meiner Familie gewesen, da alle meine Brüder mit Anhang ebenfalls an diesem Abend bei meinen Eltern sind. Ich habe mir für diesen Abend extra ein neues Kleid gekauft, das etwas weiter saß, da man bei mir schon sehr früh den Bauch sehen konnte. Ich wollte natürlich vorher etwas erzählen und mir nicht die Show von meinem Bauch stehlen lassen.

Ich hatte mir im Internet ein kleinen Vortrag rausgesucht. Leider habe ich weder einen Autor noch die Urquelle gefunden. Ich habe es lediglich aus einem Forum stibitzen können.  (Mamacommunity)

Es kann nichts sehen, ist fast blind
Hört nicht, wie Musik wohl klingt
Es ist sehr müde, jeden Tag
Versteht nicht, was noch kommen mag
Schwimmt wie ein Fisch im großen Meer
Um es herum scheint alles leer
Es ist zufrieden und geborgen
Kennt keine Ängste, keine Sorgen
Liebe hat es kürzlich erschaffen
Doch es ist müde, will wieder schlafen
Es fühlt sich sicher und kann schwimmen
Von sehr weit her hört es zwei Stimmen
Die lachen und sich Liebe schwören
Nur weiß es nicht, wem sie gehören
Es ist klein, kennt sich nicht aus
Es bleibt nicht lang, muss bald schon raus
Noch ist es erst wie ein Punkt so groß
Und sehnt sich sehr nach Deinem Schoß

Was ist es?

Alle waren um den Esstisch. Ich bat um Aufmerksamkeit, da ich noch ein kleines Rätzel für meine Mama hätte bevor das Essen beginnt. Ich habe das Gedicht vorgetragen und sie antwortete ganz trocken und treudoof (positiv gemeint) „Das Kind in meinem Bauch.“. Mama… in deinem Bauch??? Sie starrte mich an, es machte plötzlich klick und sie lief kreischend auf mich zu. „Du bist schwanger?“

Alle umarmten und gratulierten uns. Plötzlich wurden allen einiges klar, warum ich an meinem 30. Geburtstag (wir haben groß gefeiert) kein Alkohol trank und angeblich so krank gewesen war. Alles ergab plötzlich einen Sinn. Ihr müsst wissen, dass ich meinen Eltern nicht das erste Enkelkindchen geschenkt habe. Meine Brüder haben bereits Kinder, ABER auch diese sind alles Jungs bislang. Also war es besonders schön, dass das einzige Mädchen in der Familie ein Enkeltöchterchen zur Welt bringen wird.

Nachdem wir die wichtigsten Menschen in unserem Leben informiert hatten, kamen natürlich auch alle anderen dran. Die Einen riefen wir an, die anderen bekamen eine kleine süße Whatsapp mit dem Ultraschallbild und einem gut durchdachten Text. Uns war es sehr wichtig unseren Familien die wunderbare Neuigkeit von Angesicht zu Angesicht und nicht übers Telefon zu erzählen. Wenn ich heute darüber nachdenke, springt mein Herz wieder vor Freude. Es ist einfach wunderbar, wenn sich alle wichtigen Menschen so sehr für einen freuen und hier und dort auch eine kleine Träne vergossen wird. Es ist einfach wunderbar. Eine Familie zu haben, die sich so sehr um einen kümmert, ist nicht selbstverständlich und umso dankbarer bin ich sie zu haben. Denn es ist nun einmal eins der schönsten Sachen auf der Welt solche Neuigkeiten mit den liebsten Menschen zu teilen.

Ich danke euch fürs Lesen und hoffe euch bald wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Eure Maria Saso

 

Beitragsbildnachweis © Janina Kampe – www.janinakampe.de

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