Meine Kliniktasche – Was war Top oder Flop?

MariaSaso_Bauch

Die Kliniktasche für die Entbindung, bzw. den Kreißsaal, bzw. die Zeit davor und danach. Eigentlich müsste ich so ehrlich sein und im Plural berichten… Also nochmal von Anfang an.

Die Kliniktaschen für die Zeit vor, während und nach der Entbindung, für mich, meinen Mann und unser Kind. Natürlich ist man während der Schwangerschaft (besonders als Erstgebärende) super gespannt auf die Zeit im Krankenhaus. So ging es mir zumindest. Wie ich schon in meinem Geburtsbericht erwähnt habe, war ich vor der Entbindung noch nie als Patientin in einem Krankenhaus. Das bedeutet demzufolge, dass ich nicht einmal wusste, was ein Krankenhaus im Inventar hat und was nicht. Gibt es in Krankenhäusern auf der Entbindungsstation Handtücher, Toilettenpapier, einen Föhn oder sogar Seife?

Für euch mag vielleicht die Frage nach dem Inventar banal vorkommen, aber sie ist berechtigt gewesen. Da ich so einige Fragen diesbezüglich hatte, suchte ich wieder YouTube, Google und natürlich den Rat meiner Freunde auf. Auf YouTube wurde ich mit Videos regelrecht bombardiert. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt leider nicht so schlau nach Videos zu suchen, die eher das Fazit der gepackten Tasche aufzeigte. Das hatte zur Folge, dass ich mich meinem Drang alles zu planen voll und ganz hingegeben habe.

Ich war regelrecht im Wahn, was das packen der Taschen anging. Aber ihr möchtet bestimmt erst einmal wissen, wie viele und was für Taschen ich denn überhaupt geplant hatte:

  1. Meine Stationstasche
  2. Unsere Kreißsaaltasche
  3. Die Stationstasche meines Mannes
  4. Babytasche
  5. Handtasche

Ein wenig lache ich ja im Nachhinein über mich selbst, aber glaubt mir, ich meinte das in der Schwangerschaft todernst. Ich muss vorbereitet sein. AUF ALLES! Ich sah mir, wie gesagt, viele YouTube-Videos der unterschiedlichsten Mamis an. Aus diesen ganzen Informationen hatte ich mir eine Liste erstellt. Leider habe ich diese nicht mehr originalgetreu gefunden, aber da ich ganz genau weiß, was ich gebraucht habe und was nicht, kann ich sie zu 95% rekonstruieren.

Falls Du gerade schwanger bist und dich bereits auf die Suche nach einer Checkliste gemacht hast, wird dir sehr viel bekannt vorkommen. Wenn Du aber mit diesem Thema noch nie in Berührung gekommen bist, dann schaue dir doch mal z.B. diese Checkliste von Babymarkt an. So eine Liste ist nur ein Wegweiser, eine kleine Unterstützung. Man darf sie nicht in Stein meißeln und sie als das Einzigwahre betrachten.

  1. Die Stationstasche:

Gepackt: Natürlich hatten wir alle wichtigen Dokumente eingepackt und tatsächlich auch gebraucht. Mutterpass, Ausweise, Stammbuch (da wir verheiratet sind), Einweisungsschein und auch die Papiere für die Einlagerung des Nabelschnurblutes. Da ich die Taschen bereits einige Wochen vor dem Termin gepackt hatte, habe ich die Papiere, die ich im Alltag nicht gebraucht habe, natürlich vorher schon in eine Klarsichtfolie zu meiner Tasche gelegt. Ich habe mir vorab auch extra einen neuen Kulturbeutel mit jeglichem Inhalt gekauft, da ich nichts vergessen wollte. 3 Nachthemden, 2 Jogginghosen, 1 normale Hose, 2 T-Shirts und 2 Pullis, Flipflops, Still-BH’s, verschiedene Socken, Handtücher etc. haben sich dazugesellt. Da ich aber vorher so viele tolle Videos gesehen hatte, habe ich noch folgende Sachen zusätzlich eingepackt: Stilleinlagen, Binden, Trockenshampoo, Make-up & Mascara.

Genutzt: Ich habe tatsächlich alle Kleidungsstücke genutzt, da ich allerdings einen ungeplanten Kaiserschnitt hatte, haben mir sogar noch zwei bequeme Oberteile gefehlt. Mit der Narbe war es nicht so einfach, in engere Sachen reinzukommen, bzw. waren diese auch nicht so angenehm zu tragen. Die normale Hose habe ich tatsächlich nur für den Ankunfts- wie auch für den Entlassungstag genutzt. Die Stilleinlagen und Binden waren total überflüssig. Zum einen waren die Binden viel zu dünn für den Wochenfluss und zum anderen gab es vom Krankenhaus welche mit den passenden Netzunterhosen. Das würde ich auch nie mehr einpacken, das war tatsächlich unnötig. Trockenshampoo, Make-up und Mascara waren ebenfalls unnötig, da ich mich ganz und gar nicht dazu Lust verspürte mich schön zu machen. Ich war so extrem mit meinen Schmerzen und meinem Kind beschäftigt, dass es mir egal war, wie ich den Besuch empfange. Ich muss auch sagen, dass es auch egal sein sollte… HALLO? Man hat gerade ein Kind zur Welt gebracht, da sollte man ruhig mal etwas fettigere Haare und Augenringe, die bis zum Boden reichen, haben dürfen.

  1. Unsere Kreißsaaltasche

Gepackt: Ich habe für den Kreißsaal viel zu viel unnötiges Zeug eingepackt. Vor der Entbindung dachte ich noch, dass das alles schon gebraucht werden würde, aber es kam ganz anders, als gedacht. Natürlich habe ich einige Punkte der Liste abgehakt. 2 weite T-Shirts, 1 weite lange Hose, 1 weite kurze Hose, 1 Nachthemd (komplett zum Aufknöpfen), dicke Socken, bestimmt 10 Müsliriegel, Salamisticks, Cracker, Kekse, etwas süßes zum Trinken, Bonbons, Chips, Salzbrezeln, Nüsse, Mundspray, Buch, Massageöl, Lippenpflege, Haargummis und Ladekabel (wir filmen und fotografieren immer mit unseren Handys). Ich hatte das extra in eine separate Tasche gepackt, damit es mein Mann einfacher hat, wenn es losgehen sollte.

Genutzt: Ich habe das Nachthemd genutzt, da es schön weit war und ich es komplett aufknöpfen konnte. Nach der Entbindung wollte ich es obenrum aufknöpfen können, um mein Baby nah an mir haben zu können. Ansonsten habe ich davon im Kreißsaal nichts benutzt, mein Mann hat davon auch nichts benutzt. Wieso? Wir haben einfach gar keinen Gedanken an Nahrung verschwendet. Wasser und Kaffee hat die Hebamme gestellt und das hat meinem Mann und mir gereicht. Dazu muss ich sagen, dass ich in der Zeit überhaupt keinen Schluck trinken konnte. Mein Mann hatte kurz mal versucht das Wasserglas an meinen Mund zu halten, aber bis auf wenige Schlucke, habe ich nichts zu mir genommen. Er hingegen hat dank der Hebamme immer mal etwas Wasser oder einen Kaffee trinken können. Die Nahrungsmittel haben wir alle später auf der Station während des langen Aufenthalts verputzt. Massageöl und Lippenpflege…an sich eine nette Sache, aber während der Wehen hätte ich meinen Mann doof angepflaumt, wenn er mich auf einmal hätte massieren wollen. 😀

  1. Die Stationstasche meines Mannes

Gepackt: Ein paar T-Shirts, Jogginghose, kurze Hose, Unterwäsche, Socken, bequeme Schuhe, Buch, Ladekabel, Kulturbeutel mit Inhalt, Handtuch etc. und ein paar Snacks. Mein Mann ist sehr pflegeleicht und benötigt keine besonderen Kosmetika etc.

Genutzt: Schlicht und einfach… alles! 😀

  1. Babytasche

Gepackt: Stoffwindeln, Bodys, Jäckchen, Erstlingsset, Mütze, Söckchen. Natürlich hatten wir im Auto die Babyschale für den Transport liegen gelassen, da diese im Zimmer nur gestört hätte.

Genutzt: Die Kleidung und die Babyschale haben wir natürlich am Tag der Entlassung genutzt. Während des Krankenhausaufenthalts bekommen die Babys Kleidung gestellt. Bei uns war es die Farbe Gelb und die Sets waren mehrfach vorhanden, sodass man immer wechseln konnte. Die Stoffwindeln haben wir im Krankenhaus noch nicht genutzt, weil zu Beginn mein Mann wickeln musste, da ich erst zwei Tage nach dem Kaiserschnitt wieder aufstehen und erst später länger laufen und stehen konnte. Ich wollte meinem Mann nicht antun so viel Neues auf einmal zu lernen. Somit haben wir im Krankenhaus die gestellten Wegwerfwindeln genutzt.

  1. Handtasche

Gepackt: Geldbeutel, Haargummis, Handy, diverses Kleinzeug (was in einer Frauenhandtasche im Alltag nun einmal so drin ist).

Genutzt: Haargummis und Handy. Als ich in den Kreißsaal kam, war meine Handtasche in unserem Zimmer (nicht abschließbar natürlich) mit dem gesamten Inhalt. Weder mein Mann, noch ich dachten daran, dass sich jemand in unserem Zimmer vielleicht mal umschauen könne. Das ist Gott sei Dank auch nicht passiert, aber es war sehr leichtsinnig. Das nächste Mal würde ich meine Handtasche einfach im Auto verstauen oder erst gar nicht mitnehmen. Wozu hätte ich meinen Geldbeutel gebraucht? Die Krankenkassenkarte hatte ich ja bereits zu den anderen Dokumenten gelegt. Mein Handy war erst am Tag nach der Entbindung wieder interessant für mich, selbst davor habe ich nicht allzu viel damit rumgespielt.

Das waren meine Taschen. Beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich einiges weglassen. Ich hatte viel Kleinkram dabei, der unnötig war. Mein Mann oder meine Schwiegereltern hätten jederzeit auch etwas von Zuhause mitbringen oder besorgen können, aber ihr wisst ja mittlerweile, wie ich so ticke…

Ich wollte vorbereitet sein.

Ich danke euch fürs Lesen und hoffe euch bald wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Eure Maria Saso

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