Wo ist die Zeit geblieben?

„Die Zeit rennt!“ Dieser Satz verfolgt mich seitdem ich Mütter kenne, also mein Leben lang. Erst wurde er mir noch sehr allgemein zugerufen, seit der Schwangerschaft schon konkreter. Ich habe diesen Satz einfach nur gehasst. Am liebsten hätte ich gesagt, dass sich doch alle mal nicht so anstellen sollen, man genießt doch schließlich die Zeit, die ja ach so schnell vergeht.

Es ist nur 1 Jahr lang ein Baby, danach ein Kleinkind.

Kaum hast du geblinzelt, da laufen sie schon davon.

Genieße jede Sekunde!

Die Zeit vergeht zu schnell, um sich aufzuregen.

Sei froh, dass sie noch nicht läuft. Das kommt schneller, als du denkst.

Jetzt kann ich diese ganzen Menschen sehr gut verstehen. Valentina wird in ein paar Tagen 15 Monate alt. Im Vergleich zu unser eins, ist das ja nur ein Katzensprung, aber dieser Sprung ging wirklich schnell. Diese Monate fühlen sich schon fast wie 15 Wochen an. Ja, jetzt rede ich doch genauso, wie diese anderen Menschen… ABER ICH OUTE MICH! Es ist einfach Zeit, die man am liebsten nicht loslassen möchte.

In dieser Zeit ist so wahnsinnig  viel passiert. Valentina kann sich drehen, sitzen, stehen, hochziehen und läuft schon fast. Mama und Papa sagt sie gefühlt tausend Mal am Tag und ständig werden neue Wörter geübt, die am nächsten Tag durch andere ersetzt werden. 12 Zähne sind schon vollständig draußen und die nächsten haben sich schon angekündigt. Sie hat ihren eigenen Kopf, weiß sich sogar oft auch durchzusetzen. Sie ist frech, aber auch total liebevoll. Sie kuschelt gerne und sucht unsere Nähe, aber sie stößt uns auch weg, wenn ihr mal etwas nicht passt.

Gut Ding will Weile haben! Als Eltern freut man sich auf all die neuen Fähigkeiten, die das eigene Kind erlernt und dennoch begleiten uns auch traurige Gefühle, die die Freude etwas betrübt. „Werde doch bitte nicht so schnell groß! Bleib so lange es geht doch mein kleines Kind, in meinen beschützenden Armen!“

Selbst wenn ich das schreibe, bin ich ganz aufgewühlt. Nun ja, das liegt bestimmt auch an den Hormonen, die ich seit der Schwangerschaft nicht mehr ganz so im Griff habe, aber es liegt auch an dem Realisieren selbst. Ich realisiere, dass unsere Maus wächst und die Zeit einfach rast. Durch den Stress und was einem im Alltag alles so begleitet, kann man oft nicht jeden Moment richtig auskosten und das macht es natürlich nicht gerade einfacher die Realität zu akzeptieren.

Ursprünglich wollte ich ein Entwicklungsupdate schreiben, aber irgendwie musste das hier mal kurz und knapp runtergeschrieben werden. Geht es euch genauso? Hat sich die rasende Zeit bei euch ebenfalls eingeschlichen? Wie geht ihr damit um? Schreibt mir doch auf Instagram, wie es euch dabei geht.

 

Ich danke euch fürs Lesen und hoffe euch bald wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Eure Maria Saso

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